Liebe Gäste, mit grosser Aufmerksamkeit verfolge ich täglich die Berichterstattungen und gerade bei den Lockerungen gewisser Vorschriften einzelner Gewerbe stelle ich mir die Frage, was zum Teufel ist denn mit unserer Branche? Ich lese wenn überhaupt von "Prostituierten, die ihre "Freier", trotz der Krise bedienen.
Damit wird unsere Branche wieder einmal in die schäbigste Ecke gestellt, obwohl die Masse dieser Betriebe sich an die Regeln hält.
Es werden insbesondere Physiotherapeuten, Coiffeur- und Massagesalons sowie Kosmetik- und Tattoostudios erwähnt, die nun wieder öffnen dürfen.
Doch weiterhin ausgeschlossen bleiben: Escort-Service, Prostitution und Erotikbetriebe.
Auch werden offenbar Pläne der Mietreduktionen oder Mietaufhebungen für den oben Erwähnten heiss diskutiert.
Jeder von ihnen wird als Dienstleister ernst genommen und mit staatlichen Unterstützungen gefördert oder durch die Schlagzeilen getrieben, wie wichtig ist doch sei, diesen Unternehmen auszuhelfen.
Schnellstens eine Lösung zur Wiedereröffnung zu finden, um damit einen noch grösseren wirtschaftlichen Schaden zu vermeiden.
Auch gibt es genügend Verbände und Befürworter, die sich öffentlich zu diesem Thema äussern und mit grosser Unterstützung dieser Berufszweige voran gehen.
Wochenlang wurde über Hygiene und Distanz propagandiert und offensichtlich zeigt dies in den Fallzahlen eine positive Wirkung.
Schliesslich konnte nun grünes Licht gegeben werden, alle diese Bereiche wieder zu öffnen!
Nur wurde dabei das Sexgewerbe ausgegrenzt!
Trotz Recherchen auf verschiedenen Inernetseiten, finde ich bis auf ein paar "eingeschlafene" Kommentare zum Thema Prostitution nichts, was uns jetzt unterstützten würde oder eine Stimme laut werden lässt!
Hier zeigt es eben, dass es genau in dieser Branche schon an der "Wurzel" des Konkurrenzkampfes scheitert, gemeinsam, sind wir stark, um zumindest in dieser Zeit eine Petition ins Leben zu rufen.
Auch sogenannte Frauenverbände, schweigen und verhalten sich stiller denn je!
Einige unserer Branche erhielten grosszügige, finanzielle Unterstützung, hingegen mussten Andere sich mit Reserven, Webcams oder Kurzgeschichten für Niedrigtarife über Wasser halten oder Kleinkredite aufnehmen, die Sie zurück erstatten müssen.
Gerecht gegenüber unserer Nische ist dies von staatlicher Seite auf keinen Fall!
Auch wir zahlen Steuern, Sozialbeiträge, Mehrwertsteuern, Krankenversicherungen und letztlich Mieten.
Auch wir müssen unsere Familien durchbringen und natürlich eine Möglichkeit haben wieder Geld zu verdienen um unsere Existenzen weiterhin zu sichern!
Offensichtlich zeigt es sich gerade jetzt, dass unsere Branche immer noch keinen Stellungswert in unserer Gesellschaft zeigt!
Es wird diskriminiert und das Thema Prostitution nicht mal ansatzweise angegangen oder unterschieden.
Ein "Corona-Graben" spaltet unsere Würde als Person der 2.Klasse.
Das 21. Jahrhundert ist offensichtlich noch immer in unserer Profession im "Mittelalter".
Hier sollte schon lange was gemacht werden, um dieses Image der verbreiteten Hetzung und Schlechtdarstellung der sogenannten "Zwangsprostitution" ein klares und schnelles Ende zu setzen.
Tatsächlich gibt es natürlich noch immer auch in dieser Branche die sogenannten "Abhängigen", die für ihren Zuhälter anschaffen....
Möge es Jeder so tun wie er will.
Doch damit rechtfertigt es sich nicht der Verallgemeinerung, diese Einzelziffern solcher meist aus Osteuropa stammenden Hyrarchien auf die allgemeine Branche zu verteilen.
Ja es gibt genau die Menschen, die aus Leidenschaft, Naturveranlagung und auf freiwilliger Basis, sich gerade in der BDSM Branche ihre Neigung als Berufung zum Beruf gemacht haben.
Gerade in unserer Branche (Ausnahme: Wald und Wiesen Dominas oder ich schwing mal kurz die Peitsche und rede etwas ernst daher), liegt der Fall so, dass eine Ausbildung und eine Weiterbildung jeden erst zum Erfolg bringt, damit er verdient, was er verdient!
Abgesehen von den Ivestitionen an Weiterbildung, Spielzeug und Kleidern!
Die einen rühmen sich als nur klassisch und andere eben auch mit Körperkontakt, da sie genau ihren persönlichen Veranlagungen nachgehen. Ich würde behaupten, dass BDSM ein sehr grosses Spektrum an Vielfältigkeit offenbart.
Gerade aus dem Grund zeichnen sich hier auch ganz klare Unterschiede mit ganz klaren Preisverteilungen.
"Geiz ist geil" oder "Massenbumsen für wenig", ist nicht unser Credo!!!
Auch die einzelnen Betriebsstätten sind unterschiedlicher denn je eingerichtet.
Es gibt genau hier die Unterschiede seitens der Betreiber und der Mieterinnen, die gemeinsam ein Miteinander darstellen!
Genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen oder auch die Masse vom Kern!
Hier genau muss der Ansatz gesetzt werden, wohin die Reise geht.
Ganz sicherlich lassen sich gerade in unserem Bereich sehr viele Abweichungen finden, da in eben diesem sehr viele Dinge einen eindeutigen Kontrast zeigen und sich damit von einem normalen Etablissement oder Club abheben.
Die Inneneinrichtung und Investitionen unserer Betriebstätten, das Interieur und auch die Abläufe, die Arbeit an sich und die Denkweise der Personen, auch Terminvergaben sind hier die entscheidende Punkte sich mit den handelsgewerblichen Sexstätten und Clubs nicht auf eine Stufe zu stellen.
Es geht nicht um den schnellen Sex!
Genau da muss der Ansatz des Wiederspruchs gegenüber unserer weiteren Schliessungen argumentiert werden!
Es ist an der Zeit, dass gerade auch die Medien sich mit unserer speziellen Branche auseinander setzen und nicht weiterhin die Augen verschliessen um nach allgemeinen Beurteilungen oder Richtlinien uns Alle in die gleiche "Rotlicht Schublade" stecken!
Oftmals wurden in Reportagen, Interviews oder TV Sendungen einige und oft nicht versierte Personen gezeigt und genutzt, die für unsere Branche eher ein Fremdschämen waren.
Doch jeder kleine Beitrag dieser oft peinlichen Darbietungen ist ein weiterer Schritt, den Fokus der Öffentlichkeit auf unsere spezielle Branche zu richten, um mehr Aufmerksamkeit und andere Rechte für uns zu erreichen.
Da viele von Euch immer wieder anfragen, wann wir öffnen, kann ich leider nur sagen: Ich weiss es nicht.
Doch ich persönlich habe meinen Beitrag geleistet um ein Gesuch der Betriebsbewilligung zu bekommen.
Ich hoffe, dass auch Mitbewerber die meinen Text lesen, endlich aufrüsten und hier nicht nur abwarten! Dass auch die Menschen die sich in behördlichen Instanzen befinden und auch zu unserem Kreis der BDSM Szene gehören, sich für uns stark machen!
Es ist nur ein Tropfen auf den heissen Stein, um was Grosses zu erreichen, aber immerhin ein Anfang!
Als reines BDSM und Fetisch Studio unterscheiden sich unsere Tätigkeiten massgeblich von jenen der klassischen Prostitution!
Weiterhin ist es für uns Alle möglich, ausschliesslich Praktiken anzubieten, bei welchen der gesundheitliche Schutz des Gastes gemäss den gesetzlichen Vorgaben sichergestellt und die Distanz zu den Besuchern gewahrt werden kann.
Dominant/Devote Erziehung und Praktiken ohne Körperkontakt! Schutzkleidung oder Masken kein Thema.
Alle unsere Studios verfügen über ein detailliertes Hygiene Konzept, welches wir im Hinblick auf die Corona-Problematik intensiviert und erweitert haben.
Distanz, Hygiene und Verhaltensregeln werden zu 100 % eingehalten.
Gast und Dame auf 380 qm oder 450 qm garantiert, 1:1 Verhältnis! Getrennte Personalräume und Sicherheitsabstand kann gewährleistet werden.
Keine Laufkundschaft, sondern Termingäste.
Homogene Flächen mit antibakteriellen Böden sind in unseren beiden Studios vorhanden.
Desinfektionsmittel in grossen Mengen ist vorhanden.
Einweghandschuhe, FFP2 Masken sind ebenfalls vorhanden
Kartenzahlung ist möglich.
Weitere Punkte die das Bundesamt vorschreibt erfüllen wir ohnehin.
Ein grosser aber wichtiger Unterschied ist vorallem dass wir konkret auf körperliche Nähe, Praktiken und Intimität verzichten können.
Obwohl unser Studio auch als Erotikbetrieb gemeldet ist, bieten wir andere Dienstleistungen als Bordelle an und unsere Mieterinnen sind auch als Dienstleister persönlicher Leistungen, wie Coiffeur und Massage Studios gemeldet!
Viele Argumente stehen in keinem Widerspruch um die Vorschriften wie auch Physiotherapeuten, Coiffeure, Masseure, Kosmetiker und Tätowierer zu erfüllen!
Also denkt daran, "Stereotypen" und "Ignoranz" sind nicht das was uns am Leben erhalten wird!
Kämpfen, das Wort ergreifen! Stellungnehmen und es in Zukunft besser zu machen.
Bleibt gesund und auf ein baldiges Wiedersehen.
Drückt die Daumen damit wir zumindest etwas erreichen!
Danke
Monarchin Hekate
Gerne dürft Ihr das teilen!